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Schuster, Dirk: Siebenbürgen im überregionalen Kontext. Thesen für einen Paradigmenwechsel – am Beispiel der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien für die Zeit des Nationalsozialismus. In: Spiegelungen. An. 11. (2016.) Nr. 1. pp. 43 – 53.
Regionalgeschichte ist und bleibt ein evident wichtiger Bereich der historischen Aufarbeitung. Dennoch sollte meiner Meinung nach zukünftig verstärkt versucht werden, deren Ergebnisse in einen größeren Rahmen der Geschichts- und Religionsforschung einzubetten. Die hier am Beispiel der kirchlichen »Selbstnazifizierung« vorgestellten Thesen sind an der einen oder anderen Stelle zugespitzt und auch nicht alle Ansätze führen möglicherweise zu haltbaren Ergebnissen. Sie sollen aber Analysemöglichkeiten aufzeigen, mithilfe derer so manche bis dato unbeantwortete Frage aufgearbeitet werden kann. Warum zeigten sich die siebenbürgisch-sächsische Gesellschaft und ihre Landeskirche derart anfällig für den Nationalsozialismus? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind gegenüber dem »Dritten Reich« oder gegenüber anderen deutschsprachigen Minderheiten erkennbar?40 Und welche Faktoren bedingten derartige Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede? Die vorgebrachten Beispiele zeigen, dass eine Beantwortung derartiger Fragen nicht allein durch bloße Regionalforschung zu lösen ist. Neue, teils interdisziplinäre, teils verflechtungsgeschichtliche, Ansätze mögen manchmal in einer Sackgasse enden, aber sehr viel wahrscheinlicher eröffnen sie die Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu generieren, die der Regionalgeschichtsschreibung verborgen bleiben.
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